
der weg mit uns
Der Ablauf — Schritt für Schritt
Strukturiert, nachvollziehbar und ärztlich geprüft.
überblick
Der gesamte Prozess erfolgt strukturiert und nachvollziehbar. Ziel ist eine medizinisch und ethisch fundierte Entscheidungsgrundlage, die sowohl die betroffene Person als auch das nähere Umfeld berücksichtigt. Angehörige können – sofern von der sterbewilligen Person gewünscht – in einzelnen Prozessschritten einbezogen werden, um Transparenz und soziale Unterstützung zu ermöglichen.
Die Bearbeitung erfolgt zeitnah, in der Regel binnen weniger Tage, bleibt jedoch an klar definierte medizinische und ethische Prüfmechanismen gebunden.
Seit dem 01.01.2026 wird bei LINUS zusätzlich ein 4- bis 6-Augen-Prinzip angewendet: Die Beurteilung der Freiverantwortlichkeit sowie die Entscheidung über die Aufnahme erfolgen dann durch mehrere qualifizierte Fachpersonen, um zusätzliche Sicherheit und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Die folgende Übersicht beschreibt die Schritte vom ersten Kontakt bis zur ärztlich begleiteten Freitodbegleitung.

prüfprinzip
4–6 Augen
Mehrere qualifizierte Fachpersonen prüfen jede Aufnahme – seit 01.01.2026 verbindlich.
die schritte
Vom ersten Kontakt bis zur Begleitung
Wählen Sie einen Schritt, um Details zu sehen.
Der erste Kontakt erfolgt telefonisch über unsere Zentrale. Dort wird Ihr Anliegen aufgenommen und an unsere Verwaltung weitergeleitet. Aufgrund der Vielzahl an Anfragen aus ganz Deutschland kann es 2–3 Tage dauern, bis Sie zurückgerufen werden. Im folgenden Telefonat geht es zunächst darum, ein erstes Gefühl für Ihre Situation zu bekommen.
Erstanruf
Der erste Kontakt erfolgt telefonisch über unsere Zentrale. Dort wird Ihr Anliegen aufgenommen und an unsere Verwaltung weitergeleitet. Aufgrund der Vielzahl an Anfragen aus ganz Deutschland kann es 2–3 Tage dauern, bis Sie zurückgerufen werden. Im folgenden Telefonat geht es zunächst darum, ein erstes Gefühl für Ihre Situation zu bekommen.
am tag des abschieds
Ruhig, klar und würdevoll
Der Abschied verläuft ruhig, klar und würdevoll. Begleitet wird er von der Ärztin oder dem Arzt sowie einer Freitodbegleitung. Nach dem Unterschreiben der letzten Dokumente wählt die Patientin oder der Patient den Ort des Abschieds – zu Hause, im Garten oder an einem anderen vertrauten Platz. Wer anwesend ist, entscheidet allein die betroffene Person.
Die Ärztin oder der Arzt legt die Infusion, die Patientin oder der Patient aktiviert sie selbst. So bleibt die Entscheidung jederzeit in eigener Hand. Währenddessen sorgt die Begleitung für einen geschützten Rahmen und betreut die Angehörigen.

selbstbestimmt
Die letzte Handlung bleibt in eigener Hand
Der Übergang erfolgt sanft und schmerzfrei.
danach
Alle Formalitäten übernehmen wir
Nach Eintritt des Todes werden alle Formalitäten – ärztliche Feststellung, Dokumentation und Benachrichtigung von Polizei und Bestatter – routinemäßig erledigt.
der tag des abschieds
Das Wichtigste in Kürze
Ort
Der Abschied findet in den eigenen vier Wänden oder an einem frei gewählten Ort statt – dort, wo sich die betroffene Person am wohlsten fühlt.
Anwesende
Wer beim Abschied dabei ist, entscheidet allein die Patientin oder der Patient – im engsten Kreis oder mit Familie und Freund:innen.
Widerrufbarkeit
Jede Entscheidung bleibt bis zuletzt umkehrbar. Der gesamte Prozess kann jederzeit abgebrochen oder verschoben werden.
Angehörige
Angehörige sind ausdrücklich eingeladen, teilzuhaben – durch Worte, Rituale oder einfach durch stille Präsenz.
Betreuung
Die Ärztin/der Arzt übernimmt die medizinische Betreuung, die Freitodbegleitung sorgt für Ruhe und Rahmen.
Rechtliches
Die ärztliche Dokumentation und alle Meldepflichten gegenüber den zuständigen Behörden übernimmt LINUS vollständig.
Abschluss
Wir bleiben vor Ort, bis alle Formalitäten erledigt sind und die Angehörigen bereit sind, Abschied zu nehmen.
Glaube
Wir respektieren jede Haltung und geben Raum für persönliche Überzeugungen ohne Vorgaben.
Seelsorge
Auf Wunsch vermitteln wir Seelsorger:innen, die Patient:innen und Angehörige begleiten und Trost spenden.
für angehörige
Wir bieten Halt, wenn ein geliebter Mensch gehen möchte
Wenn jemand den Wunsch äußert, sein Leben selbstbestimmt zu beenden, ist das auch für Angehörige eine tiefgreifende Situation. LINUS trägt die Last der Organisation, damit Angehörige sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Dasein, Abschied, Würde und Ruhe.
Organisatorische Entlastung
Wir übernehmen Unterlagen, Formalitäten und Abstimmungen mit Behörden.
Klare Kommunikation
Jeder Schritt wird transparent erklärt – für Sicherheit und Vertrauen.
Begleitung am Tag
Die LINUS Freitodbegleitung kümmert sich um die Angehörigen und den Ablauf.
Ruhiger Rahmen
Wir schaffen Raum für Nähe, Gespräche, Rituale oder stille Begleitung.
linus broschüre
Mehr wissen. Sicher entscheiden.
Unsere Broschüre bietet vertiefende Einblicke in die Arbeit von LINUS – mit klaren Informationen zum Ablauf, rechtlichen Grundlagen und persönlichen Perspektiven auf ein würdevolles, selbstbestimmtes Lebensende.
linus newsletter
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Wir informieren Sie mit interessanten Beiträgen rund um das Thema Sterbehilfe.
unsere empfehlung
Sprechen Sie offen und ehrlich über Wünsche und Ängste – mit dem Patienten, aber auch innerhalb der Familie. Solche Gespräche können Unsicherheiten auflösen, Vertrauen schaffen und den Abschied leichter machen.
Organisatorisches
Praktische Hilfen & Checklisten
Ein selbstbestimmter Abschied bedeutet nicht nur emotionale, sondern auch organisatorische Fragen. Damit Sie in dieser Zeit den Überblick behalten, haben wir eine Checkliste zusammengestellt.
Checkliste herunterladen- 01
Vor dem Tag der Begleitung
- Offene Gespräche führen: Wünsche und Ängste ansprechen.
- Persönliche Gegenstände bereitlegen, die wichtig sind (Fotos, Musik, Erinnerungsstücke).
- Klären, wer beim Abschied dabei sein soll – enge Familie, Freunde oder ein kleiner Kreis.
- Falls gewünscht: Seelsorge, Musik oder Rituale einplanen.
- Notieren, ob besondere Bestattungswünsche bestehen.
- 02
Am Tag selbst
- Lieblingsplatz im Haus oder im Garten vorbereiten.
- Getränke, Sitzgelegenheiten oder kleine Stärkungen für Angehörige bereithalten.
- Handy auf lautlos – ungestörte Zeit einplanen.
- Wenn Kinder oder sehr alte Angehörige anwesend sind: rechtzeitig erklären, was geschehen wird.
- Personalausweis griffbereit halten.
- 03
Unmittelbar nach dem Tod
- Ärztin/Arzt stellt den Tod fest und fertigt die Todesbescheinigung aus.
- Die Polizei wird durch die Freitodbegleitung informiert (Routinevorgang, keine Verdächtigung).
- Bestatter kontaktieren (kann durch LINUS oder durch Angehörige erfolgen).
- Wichtige Dokumente bereitlegen: Geburtsurkunde, Heiratsurkunde (falls vorhanden), Personalausweis.
- Erste Trauerbenachrichtigungen an enge Familie/Freunde.
- 04
In den folgenden Tagen
- Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen (erledigt in der Regel der Bestatter).
- Rentenversicherung, Krankenkasse, Banken, Versicherungen benachrichtigen.
- Kündigung oder Umschreibung von Verträgen (Miete, Strom, Telefon, Internet).
- Eventuell Arbeitgeber oder Schule/Uni informieren.
- Trauerfeier und Bestattung planen.
Wichtiger Hinweis
Situationen, in denen LINUS keine Sterbehilfe leisten kann
Akute und schwere Depressionen
Wenn die Erkrankung die Urteils- oder Entscheidungsfähigkeit einschränkt.
„Schwere“ Demenz
Wenn die freie und bewusste Willensbildung nicht mehr möglich ist.
Schwere psychische Erkrankung
Etwa Schizophrenie oder vergleichbare Störungen mit beeinträchtigtem Realitätsbezug.
Minderjährigkeit
LINUS lehnt die Begleitung von Minderjährigen und jungen Menschen mit psychisch krankem Hintergrund vollständig ab.
Ihr Leben ist kostbar und es gibt viele Menschen, denen Sie am Herzen liegen. In einer akuten, kurzfristigen Krise wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge 0800 1110111 oder an den Rettungsdienst unter 112.
